Der SC Obergerlafingen startet mit einem knappen 3:4
Auswärtssieg gegen den SC Lyss II in die laufende Saison. Das Spiel
schien früh entschieden, zum Schluss mussten die Redstars dennoch
zittern.
Das war knapp. Als SCLyss-Stürmer Oliver Frieden 34
Sekunden vor Ende des Spiels den 3:4-Anschlusstreffer erzielte,
stand der sicher geglaubte Sieg des SCO doch noch auf der Kippe.
Nur durch etwas Glück und den herausragenden Torhüter Pascal
Schneeberger konnten sich die Obergerlafinger die drei Punkte im
Startspiel sichern.
Dabei sah es am Anfang ganz einfach aus. Nach einem
Fehlpass in der Lysser Verteidigung reagierte Matthias Schneeberger
blitzschnell und brachte sein Team nach nur einer Minute und 39
Sekunden in Führung. Die Gastgeber kamen im Anschluss zwar auch zu
Chancen, doch die Redstars waren die bessere Mannschaft und
erhöhten durch ihren Captain Bruno Schwaller noch vor der ersten
Drittelpause auf 0:2.
Durch weitere Treffer von Burri und Rieben lagen die Gäste
bereits nach 26 Minuten verdient mit 0:4 in Führung. Doch dann
wendete sich das Blatt. Durch etliche unnötige Strafen verlor der
SCO völlig den Faden und offerierte den kämpferisch starken
Seeländern Chance um Chance. Trainer Michel Mouther appellierte in
der zweiten Drittelspause beim Stand von 1:2 an sein Team und
forderte mehr Disziplin. "Wir können uns in diesem Spiel nur selbst
schlagen", sagte er.
Trotz dieses Appells handelten sich die Redstars in den
ersten sieben Minuten des letzten Drittels vier Strafen ein. Eine
davon verwerte der SC Lyss zum 2:4.
Am Schluss konnte sich der SC Obergerlafingen
von seinen Anhängern dennoch als Sieger feiern lassen. Wegen der
zweifelhaften Leistung in der zweiten Spielhälfte, blieb der
Jubel wohl aber manchem Spieler im Hals
stecken.
Fazit: Man muss auch solche Spiele gewinnen.
Aber beim nächsten Gegner wird eine solide Leistung in den ersten
26 Minuten wohl nicht mehr
genügen.
Ralph Heiniger