Der Kantonalcup ist für die Redstars vorbei. Sie
verloren das Spiel gegen den EHC Längenbühl mit 9:5. Die Redstars
zeigten am Mittwoch auswärts in Kandersteg ein sehr gutes Spiel,
der Gegner nutzte aber Fehler in der Abwehr kaltblütig
aus.
Ohne Frage: der EHC Längenbühl war das beste Team gegen welches
die Redstars seit Beginn der Meisterschaft antreten mussten. Und
gegen diesen starken Gegner zeigten sie auch ihr bisher bestes
Spiel. Die Niederlage fiel dennoch deutlich aus, weil die
Obergerlafinger in ihrem eigenen Drittel zu wenig auf den Körper
spielten, einige Scheiben verschenkten und auch, weil
sie mehrmals auf die gleiche Weise ausgekontert wurden.
Es dauerte nur gerade zwei Minuten und 17 Sekunden, bis die
Gastgeber aus dem Oberland den 1:0 Führungstreffer erzielten. Nach
einem Steilpass aus dem eigenen Drittel, quer über das halbe
Spielfeld, kam Längenbühl-Stürmer Sahli ganz allein zum Abschluss
vor SCO-Torhüter Stange. (Es sollte leider nicht das einzige mal
bleiben, dass die Längenbühler mit einem Steilpass ein Tor
einleiten konnten.) Die Redstars zeigten sich ob der schnellen
Führung der Gastgeber wenig beeindruckt. Sie spielten frech auf,
erkämpften und erspielten sich gute Torchancen. Aber der Gegner
liess nicht nach und so konnte sich SCO-Torhüter Stange gleich
mehrfach auszeichnen. Er bewahrte sein Team mit formidablen Paraden
vor weiteren Gegentreffern. Nach 14 Minuten schaffte Burri den
verdienten Ausgleich, nur zwei Minuten später gelang Schwaller
sogar der Führungstreffer. Beide Tore wurden nach hervorragenden
Passkombinationen erzielt. Noch vor der ersten Drittelpause gelang
den Gastgebern der Ausgleich.
In der Pause ermahnte SCO Trainer Mouther sein Team in der
eigenen Zone sorgfältiger mit dem Puck umzugehen und härter auf den
Mann zu spielen. Leider konnte seine Truppe diese Weisungen im
zweiten Drittel nicht umsetzen. Der EHC Längenbühl checkte noch
energischer vor und kam so zu weiteren Chancen und Toren. Auch im
zweiten Drittel waren die Oberländer nach Steilpässen erfolgreich.
Die Redstars hielten zwar dagegen und waren vor dem gegnerischen
Tor ebenfalls erfolgreich, zur zweiten Pause führte aber der EHC
Längenbühl mit 7:4.
Das letzte Drittel bot spielerisch nichts Neues, zum Schluss
konnte der EHC Längenbühl einen sicheren 9:5-Sieg feiern. Der SCO
musste aber die Rückreise keinesfalls gesenkten Hauptes antreten.
Das ganze Team hat ein sehr gutes Spiel gezeigt, auf dem sich
aufbauen lässt.
Ein besonderes Kompliment hat sich an dieser Stelle das
Schiedsrichterduo Meier/Stucki verdient. Die beiden hatten das
Spiel jederzeit souverän im Griff, liessen auf beiden Seiten recht
viel laufen, zeigten aber den Spielern klar die Grenzen auf. In
einer intensiven Partie wurden lediglich drei kleine Strafen
ausgesprochen. Bestimmt auch wegen den guten Schiedsrichtern
verhielten sich die Spieler beider Teams sehr fair. Für
unabsichtliche hohe Stöcke oder in - einem Fall - für überhartes
Einsteigen, entschuldigten sie sich sofort beim Gegner.
Ralph Heiniger